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-Tournesolbad: Solidarische kommunale Lösung notwendig-

Der Erhalt des Tournesol scheint erstmal gesichert, die Angestellten aber auch Nutzer*innen des Bades können erstmal aufatmen. Viele Bürger*innen Idsteins begrüßen die Entscheidung, wenn auch bei weitem nicht alle und wie die Berichterstattung zeigt, gibt es hier ganz differenzierte Ansichten.

Die Linke im Idsteiner Land positioniert sich da ganz klar.

„Wir begrüßen weiterhin ausdrücklich die Entscheidung der Stadt Idstein“ so Katja Joesbury, Kreisvorsitzende für den RTK und aktiv im Sprecher*innenrat der Linken im Idsteiner Land. „Die Angestellten und auch die Nutzer*innen brauchten schnell Sicherheit in der Entwicklung und die wurde damit geschaffen.“.

„Natürlich verschließen auch wir nicht die Augen vor den Finanzierungsproblemen, die damit einhergehen“. So Jan Beyersdörfer, der ebenfalls Sprecher der Linken im Idsteiner Land ist. „Derjahrelange Investitionsstau hat dafür gesorgt, dass neben den 4,5 Millionen für den Kauf auch noch hohe Kosten für die Sanierung notwendig sind, von den Betreibungskosten mal ganz zu schweigen. Und zu Recht fragen sich Idsteiner*innen wie und wer das bezahlen soll. Das viele jetzt Anhebungen von Steuern oder anderen Gebühren befürchten ist verständlich. Wir hoffen und appellieren aber ausdrücklich an die Stadt hierfür andere Wege zu finden. Es müssen solidarische Finanzierungskonzepte gefunden und erarbeitet werden“, so Jan Beyersdörfer weiter.

Es können sich die Kommunen im Idsteiner Land und darüber hinaus im Untertaunus, z. Bsp. auch Taunusstein zu einem kommunalen Zweckverband zusammenschließen und zusammen Finanzierungskonzepte erarbeiten. Immerhin hat das Bad auch eine Bedeutung über Idstein drüber hinaus und wird für Schwimmunterricht und Vereinssport genutzt. Die Möglichkeit eventuelle Landes- oder Bundesfördergeldern für den Betrieb und vor allen die Instandsetzung zu eruieren sollte dabei auch nicht außer Acht gelassen werden.

Freudig stimmt die Linke, das auch einige Idsteiner Bewohner*innen Privatinvestoren kritisch betrachten, zu oft sind die Menschen im Untertaunus wohl als gebrannte Kinder aus Privatisierungen hervor gegangen, wie den Krankenhäusern in Idstein und Bad Schwalbach. Bereiche der öffentlichen Daseinsfürsorge haben in renditegierigen Händen nichts zu suchen.

Über die Preisgestaltung des Bades sollten sich ein paar Gedanken gemacht werden, denn viele kritisieren zu Recht, die oft teuren Preise gerade für Familien. Und das wo der Reallohn, vor allem im unteren Lohnsegment, seit Jahren sinkt.

Es gäbe Möglichkeiten der Mischkalkulation, indem man die oft kritisierten Schwimmbad Eintritte auch in zeitliche Abhängigkeit setzt. So könnte man bspw. mit einem „early Morning“ oder „after Work“ Angebot Preisvergünstigungen in bestimmten Zeitfenstern anbieten. Ähnlich wie in anderen Bädern üblich, sollten auch Stundenkarten in Erwägung gezogen werden. Es könnte einen Familientag/Monat geben, der dann besonders günstig für Familien ist. Die Nutzung des Fitnesscenters könnte etwas individualisiert werden, bspw. Tarife nur für die Kursnutzung, Tarife nur für Gerätenutzung, zeitlich gebundene Tarife ähnlich dem Schwimmbad Vorschlag.

Möglichkeiten gibt es viele und daran sollten nach unserer Auffassung nun alle Kommunen im Idsteiner Land arbeiten, so Katja Joesbury und Jan Beyersdörfer abschließend.

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