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Der Sprecher*innenrat im Idsteiner Land

Kontaktdaten

Katja Joesbury

»Ich bin als Kind „hinter der Mauer“ aufgewachsen. Ich habe gesehen, dass man ein falsches politisches System stürzen kann wenn der Wille und Wunsch nach Veränderung da ist.

Ich habe aber auch gesehen, wie die Menschen resignieren können, wenn sie nur noch politisch Mittel zum Zweck werden oder nur noch reine Billanzierungsmittel sind und sie dadurch mehr und mehr gefangen werden in einer alternativ- und ausweglos scheinenden Politik. 

Vieles was in diesem Land im argen liegt habe ich schon mehr oder weniger live erfahren dürfen. Die unsäglichen Hartz IV Regularien, das miese Gefühl in prekären Beschäftigungsverhältnissen, die Ohnmacht gegenüber Behörden, nicht zu wissen ob man sich die Miete irgendwann noch leisten kann uvm. 

Was also tun, diese Frage habe ich mir mehrmals gestellt. Wirklich ausschlaggebend war die Humatitätskrise 2014 bzw. 2015. Viele Dinge wie Behördenwillkür, Sanktionen uvm. das man schonmal aus eigner Erfahrung kannte, waren ein täglicher Kampf für Geflüchtete und ihre Helfer. 

Und schnell wurde mir klar, dass die systematischen Fehler die man selbst mal erleben musste in den dazwischen liegenden 5-8 Jahren nicht besser, sondern eher noch schlimmer geworden sind. 


Wenn man Nachrichten heute und vor 20 Jahren vergleicht, dann scheinen sich die eingebildeten Probleme in Deutschland „zuviele Asylsuchenden“ aber auch die realen Probleme „Kinderarmut, Altersarmut und Erwerbslosigkeit“ nicht gebessert oder gar geändert zu haben. 

Es wird immer noch lieber nach unten getreten und vermeintlich einfache Lösungen präsentiert anstatt sich zielführend der Probleme und deren Lösung anzunehmen. 

Ich wollte also endlich nichtmehr das Gefühl haben einfach nur so vor mich hinzutreiben oder ein kleiner Kiesel im Fluß des Lebens zu seien. 

Ja mir ist klar, dass ich sicher nicht die Welt retten kann und werde. Ich kann mich aber dem Versuch widmen die Welt etwas humaner und angenehmer zu machen. Die Linke ist die einzige Partei, die nicht mit einfachen oder gar rein nationalen Lösungsansätzen kommt. Ja wir streiten aktiv und energisch um unsere Positionen und davon haben wir einige, aber wir versuchen in diesen auch über den Tellerand zu schauen und das große Ganze zu sehen.

Hier fühle ich mich nicht für total verrückt erklärt, wenn ich an eine Welt ohne willkürlich gezogene Grenzen oder ohne ein Geburstrecht auf Reichtum (aber auch Armut) denke. 

Wenn ich glaube dass alle Menschen gleich sind und es keine Wertunterschiede zwischen Menschen, Religionen oder Lebensentwürfen gibt, dann bin ich hier genau richtig und weis wofür ich politisch kämpfe und bin damit auch nicht allein.« 

katja.joesbury@die-linke-rtk.de

Lars Wardenga

»Ich bin aufgewachsen im Taunus als die Mauer schon längst gefallen war. Hartz-Reformen, die jüngsten US-Kriege im Nahen Osten, die kapitalistischen Wirtschaftskrise, und globaler Klimawandel wurden am Gymnasium in Wiesbaden ab und zu besprochen. Wirklich verstanden habe ich sie aber erst durch Punk Rock und das politische Kabarett. Die USA fand ich überhaupt politisch schon immer viel spannender als Deutschland. Als ich dann auch noch wegen meiner Frau aus New York während des Studiums ständig über den Atlantik pendelte, begann ich beide Welten besser zu verstehen. Um nicht wie die USA zu enden, bedürfte es in Deutschland einer vernünftigen Kapitalismuskritik. Allerdings hatte die DDR gezeigt, dass Abschottung, blinde Ideologie, und übermächtige Geheimdienste zu einem undemokratischer Kommunismus von oben nach unten führen. 

Also was tun? Die Zeit drängt auf eine Antwort- immerhin wird die weltweite materielle Ungerechtigkeit immer riesiger, Überwachung wird ausgeweitet, die Schrecken des Krieges geraten in Vergessenheit, und mit dem Klimawandel und Kernwaffen hat die Menschheit gleich zwei Untergangsszenarien aus der Fiktion in die Wirklichkeit geholt. Und dann wohnte ich auch noch in Idstein, ausgerechnet ... was für Parteien gibt es da eigentlich, und kann man da überhaupt irgendwas erreichen?
Man kann! Zugegeben, bei der LINKEN landete ich durch das Ausschlussverfahren: Wer steht gegen Kriege, Klimawandel, übermächtige Geheimdienste, Faschismus, Chauvinismus jeder Art? Da gab es wirklich nur eine glaubhafte Partei. Jetzt möchte ich versuchen, unsere LINKEN Ideen durch Konfrontation mit der Idsteiner Realität zu verbessern. Für einen Sozialismus des 21. Jahrhunderts, der seine Lehren gezogen hat aus dem Dritten Reich, DDR, und BRD. 
Nach einigen Monaten bei der Idsteiner Linken kann ich sagen, dass ich hier bei Leuten gelandet bin, die für den Menschen und die Demokratie gerne bis in die Puppen diskutieren, sich ehrenamtlich an allen Ecken und Kanten engagieren, und sich selbst für die ödesten aller Sitzungsprotokolle nicht zu schade sind. Deshalb fühle ich mich wohl im Sprecher*innenrat, und glaube hier einen kleinen Beitrag für eine bessere Welt leisten zu können.«

lars.wardenga@die-linke-rtk.de

Udo Jost

»Zur Linken bin ich gekommen, weil mich das Erstarken der AfD nachhaltig beunruhigt hat, wie Rassismus und Fremdenfeindlichkeit salonfähig geworden sind. Dagegen wollte ich ein klares Zeichen für Toleranz setzen und mich engagieren. Wenn jeder an unserer wirtschaftlichen Entwicklung partizipiert und nicht wenige obszönen Reichtum anhäufen können, während andere durch prekäre Beschäftigung oder Arbeitslosigkeit und durch eine verpfuschte Sozialpolitik spätestens als Rentner ihr Leben in Armut fristen müssen, wird unsere Gesellschaft auf Dauer zusammenhalten und wir werden keine Schuldigen für das eigene Unwohlsein oder eigene Abstiegsängste mehr suchen müssen. Dafür setze ich mich ein. Nur nebenbei: Wenn sich jeder das Lebensnotwendige leisten kann, nutzt das sogar unserer Wirtschaft.«

udo.jost@t-online.de

Jan Beyersdörfer

»Ich kam Anfang 2016 zur Linken. Schon Jahre vorher war ich politisch interessiert, jedoch beschränkten sich meine Aktivitäten auf die Besuche von Kabarett. Im Sommer 2015, Beginn der sogenannten "Flüchtlingskriese", die jedoch eher eine Humanitätskriese war und ist, begann ich mich in der Geflüchtetenhilfe zu engagieren. Wer an einen sozialen, humanistischen Rechtsstaat glaubt, wird dort mit der harten Realität konfrontiert. Staatliche Willkür und grobes Desinteresse begleiten die Schicksale jener, die zuvor bei uns Schutz gesucht hatten. In der Hoffnung etwas ändern zu können und um dem stärker werdenden Rassismus etwas entgegensetzen zu können, trat ich der Linken bei. Mit der Zeit realisierte ich, auf wessen Rücken und zu welchem Preis diese Gesellschaft funktioniert. Es ist die Utopie eine Gesellschaft zu erreichen, in der alle Menschen solidarisch in Frieden und in Freiheit selbstbestimmt leben und lieben können. Die Freiheit des Individuums ist die Voraussetzung für die Freiheit aller, die mit jeglicher Form der Ausbeutung im Widerspruch steht.«

jan.beyersdoerfer@die-linke-rtk.de


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