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Ehrenamtliche dürfen nicht gegen Hauptamtliche ausgespielt werden

- LINKE im Kreis kritisiert Pläne der Stadt Taunusstein zur Kinderbetreuung

Auch bei der Stadt Taunusstein scheint der Personalmangel in kommunalen Kitas angekommen zu sein. Die Art, wie die Stadt das Ergebnis ihres Dauerschlafs zu kompensieren versucht, stößt bei der LINKEN im Kreis auf wenig Zuspruch. Grund für die Kritik der LINKEN ist der jüngste Aufruf der Stadtverwaltung, sich im Rahmen des sog. Ehrenamtlichen-Konzepts in die Betreuung in städtischen Kindertagesstätten einzubringen.

"Mal wieder glaubt eine Kommune, ihren Tiefschlaf im Nachgang mit ehrenamtlichen Kräften kompensieren zu können. Wie wäre es, wenn man im Haushaltsplan auch mal eine anständige Bezahlung der hauptamtlichen Erzieher:innen einpreisen würde? Dann würden sich vielleicht auf diesem Wege motivierte Mitarbeiter:innen finden. Insgesamt sollten Kitas generell personell aufgestockt werden, anstatt nur kurz von einer Corona- oder Krisensituation zur nächsten reiten zu wollen - natürlich auf dem Rücken sowohl der Ehrenamtlichen als auch der Hauptamtlichen," kritisiert Katja Joesbury für die Linke Partei im Kreis.

"Wir fordern ein anständiges Konzept, in dem ehrenamtliche Arbeit nicht billig gegen hauptamtliche Arbeit ausgespielt werden soll. Als Mutter zweier Kinder, von denen eines noch bis vor Kurzem eine Taunussteiner Kita besuchte, steht für mich fest: Es müssen dauerhaft mehr Erzieher:innen in den Kitas eingesetzt werden! Diese verdienen ein anständiges Gehalt für ihre Arbeit und ebenso anständige Arbeitsverträge mit entgegenkommendem Freizeitausgleich", erklärt die Taunussteinerin Christina Klaus aus dem Vorstand der Linken.

"Selbst wenn kurzfristig Überbrückungen geschaffen werden müssen, um beispielsweise krankheitsbedingte Personalengpässe zu kompensieren, müssen die Helfer:innen eine ausreichende und wertschätzende Aufwandsentschädigung erhalten. Die angepeilten 7,50 € pro Stunde sind ein schlechter Witz. Der Aussage des Taunussteiner Bürgermeisters Sandro Zehner, man wolle nicht in einen Wettbewerb der Übervorteilung mit anderen Kommunen eintreten, ist ebenso wenig abzugewinnen. Letztendlich geht es hier doch um ein Drücken von Personalkosten. Unter anderem in ihrer Pressemitteilung, verweist die Stadt dabei hinsichtlich Steuerfreiheit auf Höchstsätze für Ehrenamtliche. Eine Farce, in Zeiten, in denen der gesetzliche Mindestlohn auf 12,00 € erhöht werden soll. Ist uns pädagogische Mitarbeit nicht einmal den Mindestlohn sowie eine grundlegende Absicherung über die Sozialversichersicherungen wert?" stellt Sebastian Klaus als Co-Vorsitzender der Linken im Kreis abschließend den Auftakt des Pilotprojekts infrage

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