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Unsere Antworten auf eine Interviewanfrage des WK nach der BTW21

1. Die Linke hat im Vergleich zu 2017 dieses Jahr einiges an Stimmen einbüßen müssen: Wie erklären Sie sich dieses Ergebnis?
Wie Sie sich vorstellen können, haben wir uns einen anderen Ausgang der Wahlen erhofft. Es gibt sicher nicht den einen, sondern viele kombinierte Gründe.
Zum einen: Die strategische Wahl. Die Menschen haben lieber SPD oder Grüne gewählt. Grüne, weil man wegen der Namensanalogie immer noch auf Öko hofft. SPD, weil CumEx-Scholz immer noch das kleinere Übel zu Fettnäpfchen-Laschet war. Dies sieht man unserer Ansicht nach auch daran, dass der Zuwachs für die SPD bei den Erststimmen für die SPD deutlich unter dem - für die Gesamtpartei wichtigeren - Zuwachs an Zweitstimmen liegt. Die gestiegene Stimmenzahl für Kleinstparteien kosteten uns wahrscheinlich zusätzlich Wähler:innen.

Die beinahe epische Schmutzkampagne der Union ("Linksrutsch") sowie die fortwährende Stereotypen-Reiterei in schwarzen, gelben und blauen Mäntelchen hat die Partei stoisch ertragen und als Reaktion auf Inhalte gesetzt. Scheinbar zu einem falschen Zeitpunkt. Wir kritisieren die immer polemischere und zugespitzte Debatte um Personen, anstatt um Inhalte.

Schlussendlich scheinen dadurch die Inhalte, die den Menschen offenkundig sehr wichtig und nahe sind, zwischen oberflächlichen Kampagnen und der Polarisierung auf Nebenschauplätzen zerrieben worden zu sein. Ob soziale Gerechtigkeit, Antirassismus oder Klimawandel - gerade Reaktionäre aus CDU, FDP und AfD haben wegen fehlender eigener Ideen hart daran gearbeitet, unsere Inhalte in ein schlechtes Licht zu rücken. Dies hat sich auch in Falschaussagen auch an unseren Infoständen wiedergefunden: bspw. "aber die NATO", "ihr wollt mir mein Haus wegnehmen" oder "ich soll mehr Steuern bezahlen".
Dass diese Aussagen so nicht stimmen, in puncto Haus eher Großkonzerne betrifft und hinsichtlich Steuern nur vielleicht 10 % der Bürger:innen, schien irrelevant, weil es vor allem irrationale, durch Anti-Rote-Socken-Kampagnen geschürte Ängste sind - diese reichen für Wahrnehmugsverzerrung leider oft aus.

Und ja, auch unsere Partei muss sich selbst hinterfragen: Weshalb war scheinbar kein Durchkommen gegen die o.g. Trivialitäten? Davor dürfen wir uns nicht verstecken - wir müssen Klarschiff machen.


 

2. Wie geht es jetzt nach der Wahl weiter?/Was sind die Hoffnungen/Sorgen für die Zukunft?
Wir als Kreisverband haben in den letzten Wochen ein enormes Engagement an den Tag gelegt - neben Familienleben und Vollzeitjobs und/ oder Studium. Ob Material verteilen, regelmäßige Infostände abhalten, unzählige direkte Gespräche mit Menschen auf den Straßen führen - wir haben alle Möglichkeiten ausgeschöpft und neue Wege versucht, unsere Inhalte zu präsentieren - ungeachtet aller Anfeindungen bis hin zu Drohungen und Beschimpfungen. Ein Lob und Dankeschön von Herzen daher an dieser Stelle an alle, die geholfen und mit uns gezittert haben!

Letztlich müssen sich ehemals progressive Grüne und Sozialdemokraten nun entscheiden, ob und wie sie ihre Versprechen einlösen - oder ob es nun ein farbenfrohes "Weiter so" gibt, anstatt lediglich eines schwarz-roten; oder eine Ampel mit Signalstörungen - oder aber einem Steueroasen-Paradies im Jamaika-Look.

Für uns ist klar: Wir stecken den Kopf nicht in den Sand und setzen unseren Kurs für Umverteilung und Chancengleichheit weiter fort. Wir erörtern gerade Wege, auch nach der Wahl weiter aktiv zu bleiben und neue Aktivitäten auf den Weg zu bringen, um mehr Menschen für eine emanzipatorische, friedliche, solidarische und klimagerechte Politik zu begeistern.

Deswegen freuen wir uns über jeden Menschen im RTK, der sich uns anschließt und die Zukunft sowohl der Linken als auch die des Landes mitgestalten möchte.


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