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DIE LINKE RV Rheingau, Katja Joesbury

Nächstenliebe und besinnliche (Vor)Weihnachtszeit gilt für alle

- Rüdesheimer Weihnachtsmarkt der Nationen -

Nach den Ereignissen der letzten Tage müssen wir aber leider feststellen, dass dies wohl nicht für Rüdesheim gilt.

Es ist kaum zu glauben, wie sehr ein kleiner Stand, der für Nächstenliebe und soziales Miteinander werben wollte, für Aufregung sorgen kann. Viel eher sollte man annehmen, dass diese Werte auch im christlichen Glauben hochgehalten werden und nicht auf eine so enorme Ablehnung stoßen.

Die pakistanische Gemeinde in Rüdesheim war beim Weihnachtsmarkt der Nationen mit einem Stand vertreten, die Presse hat bereits in den letzten Tagen kurz darüber berichtet. Intention der Gemeinde war es den Verkaufserlös für einen gemeinnützigen Zweck zu spenden, für Verständnis zu werben und Vertrauen zu schaffen. Doch die Situation verschärfte sich dermaßen, dass die pakistanische Gemeinde sich gezwungen sah, ihren Stand abzubauen und bis zum Marktende auch nicht mehr zurückzukehren.

Der Bürgermeister hatte bereits Anfang der Woche den Markt Junior Chef vorgeladen, um über diesen einen freiwilligen Abbau des Standes zu erwirken. Die LINKE im Rheingau kritisiert dieses Vorgehen scharf. Aufgabe des Bürgermeisters wäre es gewesen, an die Zivilcourage zu appellieren und seine Bürger, zu denen auch die Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde seit Jahren gehören, vor Anfeindung und Ausgrenzung zu schützen. Ein Bürgermeister sollte für zivilen und sozialen Zusammenhalt eintreten und nicht die Befindlichkeiten von wenigen dem überordnen. Zur Not hat er ein Sicherheitskonzept zu erarbeiten. Die Vertreter der Gemeinde leben teilweise schon seit 30 Jahren in Rüdesheim. Daher ist diese spontane Ausgrenzung erst recht nicht nachvollziehbar.

Die "Stimmen" in den „sozialen“ Netzwerken sind hierzu gespalten, aber im großen Konsens solidarisch zur kleinen ausgegrenzten Gemeinde. Viele kritisieren den vermeintlichen Sieg, den die Kritiker meinen nun errungen zu haben und nur wenige finden diese Wendung der Ereignisse gut. Es hat den Anschein, die Bürger seien ihrem Vertreter der Stadt zum Glück voraus.

Die LINKE spricht sich für respektvollen Umgang, Toleranz und Akzeptanz und eine freiheitliche Demokratie aus.

Eine Demokratie muss andere Religionen respektieren und Ihnen einen Platz in ihrer Mitte ermöglichen, vor allem dann, wenn sie sich um eine Integration bemüht. Wir sind ein pluralistisches Land. Jedem sollte klar sein, dass durch einen solchen aggressiven gesellschaftlichen Ausschluss eine Spaltung der Gesellschaft befeuert wird und Gift für ein friedliches Miteinander ist. 

Eine Stadt und ihre Bürger, die sich weltoffen geben, sollten alles für ein friedliches Miteinander tun und denjenigen die das nicht wollen, entgegentreten.

 

Nähere Informationen finden Sie hier:

Muslimischer Info-Stand auf dem Rüdesheimer Weihnachtsmarkt sorgt für Aufregung

Ahmadiyya-Gemeinde schließt ihren Stand auf dem Rüdesheimer Weihnachtsmarkt


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