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Mit einer Pressemitteilung hat sich DIE LINKE. Kreistagsfraktion in die Debatte um die Zustände bei der ProJob eingeschaltet. Fraktionsvorsitzender Benno Pörtner fordert vom Aufsichtsrat der kreiseigenen Bildungs- und Beratungseinrichtung, dem dort herrschenden Klima der Angst ein Ende zu machen. Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Bei ProJob herrscht ein Klima der Angst
Sind der Geschäftsführer und der Aufsichtsrat die Verursacher?
Bei der kreiseigenen Gesellschaft ProJob herrscht offensichtlich ein Klima der Angst. Der Aufsichtsrat hat einen alleinigen Geschäftsführer bestellt und den 2. langjährig bewährten Geschäftsführer freigestellt. Kurze Zeit später wurde vom Geschäftsführer einem ebenfalls langjährig bewährten Abteilungsleiter mit einer nicht nachvollziehbaren Begründung gekündigt. Die Bestellung zum alleinigen Geschäftsführer erfolgte, obwohl dem Aufsichtsrat das Verhalten gegenüber Beschäftigten und die Probleme die er durch sein Verhalten verursacht hat, bekannt waren. Das Ergebnis ist ein Klima der Verunsicherung und der Angst bei dem Großteil der Beschäftigten von ProJob. Und da der Betriebsrat keine Basis mehr für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer gesehen hat und den Mitgliedern die Belastung psychisch und physisch zu stark wurde, ist er zurückgetreten. Spätestens durch den Rücktritt des Betriebsrates hätten bei den Mitgliedern des Aufsichtsrates alle Alarmglocken angehen müssen, da der Rücktritt eines gesamten Betriebsrates immer einen unhaltbaren Zustand in einem Betrieb deutlich macht.
Der Aufsichtsrat muss sich deshalb fragen lassen, so der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Rheingau-Taunus Benno Pörtner, ob er mit seinem Vorgehen den alleinigen Geschäftsführer ermutigt hat, sein Verhalten, das an Bossing (Mobbing von oben) erinnert, fortzusetzen und ein Klima der Verunsicherung und der Angst zu erzeugen und damit dessen Verhalten mit verursacht hat.
Zudem stellt sich die Frage, wie bei einem solchen Betriebsklima von den Beschäftigten noch gute Leistungen erbracht werden können. Da davon auszugehen ist, dass Beschäftigte sich in dieser Situation einen wertschätzenden Arbeitgeber suchen und bei dem bekannten Betriebsklima die Einstellung neuer Mitarbeitenden äußerst schwierig sein dürfte, ist die Funktionsfähigkeit von ProJob, als Dienstleister für Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt wieder eine Chance erhalten sollen, gefährdet.
Deshalb fordert Benno Pörtner vom Aufsichtsrat seine Entscheidungen zu überdenken und den 2. Geschäftsführer, den gekündigten Abteilungsleiter und weitere Mitarbeiter wieder in ihren Bereichen arbeiten zu lassen, damit die bewährten Dienstleistungen von ProJob auch weiterhin erbracht werden können. Zudem fordert er einen Konflikt- und Mobbingberater einzuschalten, damit die Vorgänge aufgearbeitet werden.
Hünstetten, 10.3.21 gez. Benno Pörtner
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