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Welthungertag

Am 16. Oktober 1945 wurde die UNO-Sonderorganisation FAO als Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation ins Leben gerufen. Ihre Aufgabe: Die weltweite Ernährung sicherstellen. Seit dem 16.10.1976 findet jährlich der Welternährungs- bzw. Welthungertag statt.

 

DIE LINKE. Rheingau Taunus stellt hierzu fest: „Obwohl seit Kriegsende 1945 die Produktivität in der Nahrungsherstellung massiv gesteigert wurde, hungern Millionen Menschen tagein tagaus. Alleine in der EU werden jährlich rund 20 % der erzeugten Lebensmittel verschwendet oder gehen verloren. EU-weit landen 88 Mio. Tonnen Lebensmittel im Müll. 88.000.000.000 Kilo! Ein Armutszeugnis, wenn wir uns anschauen, dass jährlich bis zu 40 Millionen Menschen, davon über 3 Millionen Kinder aufgrund von Unterernährung sterben. Global hungern laut Deutscher Welthungerhilfe weit über 800 Millionen Menschen. Dabei wird genügend produziert für alle – der Markt sowie geostrategische Interessen lassen jedoch nicht das notwendige Maß an Verteilung zu, sondern bevorzugen Vernichtung. Ausbeutung und politische Aggressionen sind maßgebliche Ursachen. Der Klimawandel wird die Situation noch massiv verschärfen. Gewiss ein guter Moment, den eigenen Kompass zu prüfen.

Gerade in den letzten Wochen grassierten im Wahlkampfmodus Parolen aus konservativen und liberalen Lager im Sinne von „2015 darf sich nicht wiederholen“. Bezeichnend hierfür, dass gerade 2015 die Hungernden-Rate laut UN-Welternährungsprogramm so massiv wie seit Jahrzehnten nicht angestiegen war. Dass hier die Parolen selbstredend nur auf das Eintreffen Geflüchteter bezogen war, ist ein Affront gegen Menschlichkeit und Realität. Der Welthunger muss effektiv bekämpft werden – damit würde die Welt nicht nur gerechter, es wurde auch ein massiver Anteil von Fluchtursachen wegfallen. Das sollten wir nicht vergessen, wenn wir wieder Kleidung oder Spaßartikel und Weihnachtsgeschenke aus Ländern kaufen, in denen Kinder wortwörtlich für Hungerlöhne für unseren Konsum schufften.

Im alltäglichen Bezug, weisen wir darauf hin, dass wir in unserem Kommunalwahlprogramm fordern, dass Supermärkte ihre überschüssigen Lebensmittel an Food-Save-Gruppen und Tafeln weitergeben sollen um dort diese absolut unnötige Verschwendung zu minimieren.

DIE LINKE. Rheingau Taunus steht gerne allen Interessierten als Ansprechpartnerin zum Thema Fluchtursachen und weltweite Hungersnot zur Verfügung. Kontaktaufnahme mit Berichten und Rückfragen gerne direkt via E-Mail an kontakt@die-linke-rtk.de.

Es bleibt festzuhalten, dass in einer Welt, in der eine Hand voll Menschen so viel besitzen wie 50% der Menschheit, kein einziger Mensch hungern müsste, wenn entschlossen gehandelt werden würde.

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