Schulsozialarbeit an Förderschulen: Unser Antrag für feste Stellen
Kinder an Förderschulen brauchen verlässliche Ansprechpersonen. Mit einem Antrag wollten wir erreichen, dass der Kreis an jeder Förderschule mindestens eine feste Stelle für Schulsozialarbeit schafft und dauerhaft finanziert.
Antrag der Fraktion Die Linke · eingereicht am 30. Juni 2026 · Stand: zurückgezogen, die Verwaltung prüft
Darum geht's
Schulsozialarbeit ist für viele Kinder die erste Anlaufstelle, wenn es zu Hause, in der Klasse oder im Kopf gerade nicht rund läuft. Gerade an Förderschulen stehen Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte vor besonderen Herausforderungen. Psychische Belastungen und soziale Benachteiligung kommen hier direkt im Schulalltag an. Bisher gibt es im Kreis aber Lücken: Stellen sind knapp bemessen oder hängen an befristeten Förderprogrammen. Vertrauen braucht Zeit, und dafür braucht es Menschen, die bleiben.
Was wir beantragt haben
Der Kreis soll gemeinsam mit den Schulleitungen, dem Staatlichen Schulamt und den freien Trägern der Jugendhilfe ein Konzept für Schulsozialarbeit an allen Förderschulen in seiner Trägerschaft erarbeiten. Die wichtigsten Punkte:
- Mindestens eine feste Stelle pro Förderschule: unbefristet und unabhängig von der Zahl der Schüler*innen. Bei größeren Schulen oder besonderem Bedarf entsprechend mehr, Zielgröße eine Stelle auf 100 Schüler*innen.
- Dauerhafte Finanzierung: im regulären Kreishaushalt statt über befristete Programme von Land oder Bund, damit es keine Kettenbefristungen für die Beschäftigten gibt.
- Passend für Förderschulen: mit Krisenintervention, Begleitung beim Übergang in den Beruf, Stärkung der Selbstbestimmung und enger Zusammenarbeit mit den Regelschulen für mehr Inklusion.
- Bericht an den Schulausschuss: bis Ende 2026 zum aktuellen Stand, zu den Lücken beim Personal und zu einem Zeit- und Finanzierungsplan.
Was daraus wurde
Im Schulausschuss am 10. August 2026 hat unsere Abgeordnete Kristina Siebers den Antrag vorgestellt. Die Verwaltung erklärte dort, dass sie im Rahmen der laufenden Haushaltsaufstellung prüft, ob Schulsozialarbeit an Förderschulen nach dem bestehenden Rahmenkonzept des Kreises möglich ist. Außerdem soll sie darlegen, wie die Förderschulen im Rahmenkonzept bisher berücksichtigt sind. Daraufhin haben wir den Antrag zurückgezogen.
Wie es weitergeht
Damit die Prüfung nicht im Sand verläuft, haben wir im September mit einer Kleinen Anfrage nachgehakt: Wie viele Stellen für Schulsozialarbeit gibt es im Kreis, wie viel Geld fließt dafür, und wie viel zahlen die Städte und Gemeinden selbst? Sobald die Antwort da ist, berichten wir hier.
Der Weg des Antrags
Dateien
- Antrag 07/26: Schulsozialarbeit an allen Förderschulen (PDF)
PDF-Datei (280 KB)
