Antrag: Einrichtung neuer Einbahnstraßen
A N T R A G
der Fraktion Die Linke
betreffend
die Einrichtung von neuen Einbahnstraßen
zwecks Verbesserung des Verkehrsflusses in der Innenstadt
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Beschluss
- Die Straße „Taubenberg“ wird auf dem Teilstück zwischen den Kreuzungen Taubenberg / Im Rauental und Taubenberg / Grunerstraße (entspricht in etwa den Hausnummern 16 bis 42) als Einbahnstraße beschildert und zwar in Fahrtrichtung stadteinwärts.
- An der Kreuzung Taubenberg / Grunerstraße wird das Verkehrszeichen 220 („Einbahnstraße“) aufgestellt, sowie das Zusatzzeichen 1000-32 „kreuzender Radverkehr von links und rechts“.
- An der Kreuzung Taubenberg / Im Rauental wird das Verkehrszeichen 267 („Verbot der Einfahrt“) aufgestellt, sowie das Zusatzzeichen 1022-10 „Radverkehr frei“.
- Die Straße „Grunerstraße“ wird auf dem Teilstück zwischen der Kreuzung Taubenberg / Grunerstraße und dem Hof Gassenbach als Einbahnstraße beschildert und zwar in Fahrtrichtung stadtauswärts.
- Am Hof Gassenbach wird das Verkehrszeichen 220 („Einbahnstraße“) aufgestellt, sowie das Zusatzzeichen 1000-32 „kreuzender Radverkehr von links und rechts“.
- An der Kreuzung Grunerstraße / Taubenberg wird das Verkehrszeichen 267 („Verbot der Einfahrt“) aufgestellt, sowie das Zusatzzeichen 1022-10 „Radverkehr frei“.
Begründung
Diese Änderung der Beschilderung erzielt im Vergleich zur aktuellen Beschilderung gleich mehrere Vorteile:
Das betroffene Teilstück des Taubenbergs ist allgemein hoch frequentiert, was die enge, kurvige Straßenführung so aber nicht wirklich hergibt. Der Begegnungsverkehr muss erheblich reduziert werden.
- Es wurde bereits der Versuch seitens der Stadt unternommen, die Verkehrssituation zu beruhigen, indem Pflanzkübel aus Beton aufgestellt wurden, die die Verkehrsteilnehmer zum langsamen Fahren und ggf. Anhalten zwingen, um den Gegenverkehr passieren zu lassen.
- Tatsächlich ist jedoch zu beobachten, dass viele Verkehrsteilnehmer das Teilstück dennoch mit weit höherer Geschwindigkeit als den erlaubten 30 km/h befahren, Unfälle gemeinhin in Kauf nehmen und auch die aufgestellten Pflanzkübel regelmäßig infolge von Unfällen verschoben sind und dadurch sogar die eingezeichneten Parkplätze und Ausweichflächen teils blockiert werden.
Das Teilstück Taubenberg ist auch ein wichtiger Teil des Schulwegs für Kinder aus dem Taunusviertel und eine wichtige Route für Rettungskräfte.
- Insbesondere zu den Schulzeiten früh morgens bzw. mittags und nachmittags wird das Teilstück Taubenberg von Kindern mittels Fahrrad, E-Scooter u.ä. befahren. Daher sollte eine Befahrbarkeit für diese in beide Richtungen erhalten bleiben, während die Lenkung des Kfz-Verkehrs in nur noch eine Fahrtrichtung das Befahren für die Kinder sicherer macht, ohne dass das Teilstück gänzlich für den Kfz-Verkehr gesperrt wird.
- Rettungskräfte, primär Rettungstransportwagen und Notarzt, befahren das Teilstück regelmäßig stadteinwärts, um schneller zu Einsatzorten im Bereich Taubenberg, Schöne Aussicht, Seelbacher Straße und Altstadt zu gelangen, deren Anfahrt über die Eisenbach und Grunerstraße länger dauerte. Auch diese Fahrten werden durch das Errichten einer Einbahnstraße erheblich risikofreier gestaltet.
Außerdem ermöglichte die beantragte Beschilderung, dass man auf der wiesenseitigen Seite der Fahrbahn weitere Parkflächen einzeichnet.
Die Beschilderung der Grunerstraße ist damit einhergehend zwingend nötig, um einen Zubringer zur Henry-Dunant-Alle zu erhalten und stellt insoweit das Gegenstück zur Teil-Einbahnstraße Taubenberg dar.
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Historie
19. August 2026
Der Idsteiner Bürgermeister als Ordnungsbehörde hat bezüglich des Antrags erklärt, dass aus seiner Sicht die Voraussetzungen für die beantragte Beschilderung nicht vorliegen. Auf welche Erkenntnisse der Bürgermeister diese Einschätzung stützt, wollte er leider nicht verraten.
11. Juni 2026
Der Antrag wurde an den zuständigen Ausschuss verwiesen.
27. Mai 2026
Der Antrag wurde eingereicht.
Dateien
- Skizze_Beschilderung.png
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